Ich bin nicht auf dieser Welt, um ein vollkommener Christ zu sein.

Ich bin nicht auf dieser Welt, um ein vollkommener Christ zu sein.

Ich muss auch nicht jeden Sonntag in die Kirche zu gehen

oder jeden Tag beten,

oder jeden Tag an Gott denken.

Nichts davon muss ich.

Ich brauche nur eines immer wieder:

Gelegenheiten über mein Leben nachzudenken.

Gelegenheiten, mein Leben zu verstehen,

Gelegenheiten, um über mein eigenes Leben und Handeln nachzudenken.

Und wenn ich ehrlichen Herzens von mir sagen kann:

Ich habe mich heute anständig verhalten,

habe niemanden verletzt oder übervorteilt,

ich habe meine Möglichkeiten ausgeschöpft

und gelebt, wie es mir möglich war,

dann hat sich mein Leben gelohnt,

dann lebe ich, wie es Gott gefällt.

2 Antworten zu “Ich bin nicht auf dieser Welt, um ein vollkommener Christ zu sein.

  1. Ojeoje…. Also wenn ich so zu leben versuche, dass ich niemanden „verletze“, könnt ich mir gleich die Kugel geben, denn das ist unmöglich. Und höchst ungesund dazu. Denn dann kucke ich immer nur darauf, ob das was ich fühle, denke, rede, mache den anderen passt oder nicht. Das ist einem SELBSTmord gleichzusetzen, damit würge ich jegliches Leben in mir ab. Wohlgemerkt ich rede vom SELBST, nicht von einer illsuionären Rolle, gerne auch Ego genannt.

    Und nachdenken… naja… hat das schon jemals zur ewigen Glückseligkeit geführt? Nö. Denken wir nicht schon viel zu viel??? Also ich hab seit kurzem mit Zazen begonnen. Da will ich das Denken eben grade mal ruhe lassen!

    Und erst das Wort „anständig“…. arghhhhh….. Bitte analysieren Sie das mal: an-ständ-ig. D.h. anstehen. Statt schnurstracks das zu tun, was ich für richtig halte und worauf ich Lust habe (Scheisse, jetzt hab ich „Lust“ gesagt… da kommt bestimmt der Warnfinger: Achtung, Achtung, nur der Lust zu folgen ist schlecht und führt ins Verderben! – oder nicht?).

    Aber immerhin: ich muss nicht jeden Sonntag zur Kirche gehen. Dafür jeden zweiten? *grins*. Ne, den Druck mach ich mir nicht mehr. Das war einmal. Sogar zweimal täglich zur Messe. Oweia.

    Und natürlich stürtzt sich mein „innerer Zennie“ auch auf „jeden Tag an Gott denken“. Äh, entschuldien Sie, aber ist das überhaupt möglich: „An Gott denken“??? Also mölich wäre es dann, wenn es irgendeinen Gedanken gäbe, mit dem ich Gott erfassen kann. Handkehrum: Natürlich: Gott ist überall. Also auch in einer Butterblume. Und an Butterblumen kann man sehr gut denken.

    Brauchen, brauchen… Seufz. B-r-a-u-c-h-e-n… irgendwie hat das was von „Gebrauchen“. Auch wenn ich an Stelle des Dings Gott oder einen Menschen setze oder auch nur mich selbst. Sie merken schon: Da dringt wieder die Liebelei zur Leerheit durch, hahaha…

    Wenn ich sage oder denke: „Ich tue dieses und jenes nicht, DANN lebe ich, wie es Gott gefällt…“ dann ist das voller Widersprüche für mich.

    Es gibt kein Leben, dann, irgendwann dann. Nur das Jetzt!
    Vergangenheit? Nur ein Wort. Die Erinnerungen daran, sind in Wirklichkeit Gedanken die kommen und gehen und für einen kurzen Moment aufblitzen. Sobald sie wir jedoch wahrnehmen, sind sie eigentlich schon wieder am verblassen. Zukunft? Nein, nur Gefühle im Moment, genausoflüchtig wie Gedanken. Genau genommen ist „der Punkt des Jetzt“ unendlich klein. UNDENDLICH… Das was Leben ist, ist jetzt da, und jetzt, jetzt, jetzt, jetzt und jetzt…

    Alle Welt strebt nach irgendeinem DANN. Dann, wenn ich das und das habe, dann werde ich entlich erfolgreich sein! Dann, wenn ich diese Frau für mich gewinne, dann werde ich entlich glücklich sein! Dann, wenn ich mich so und so verhalte, dann entlich bin ich ein liebenswerter Mensch! Dann, wenn ich das und das erreicht habe, in mir, dann lebe ich!!! So würd ich die Hölle definieren: Dann!
    Statt dann, könnte ich auch „wenn“ sagen. Wenn die und die Bedingungen gegeben sind oder waren oder mit Wahrscheinlichkeit bald eintreten werden, DANN…

    Ok. Themawechsel. Ich hör mich ja schon selbst wie ein Pfarrer an. 😉

    Der Satz „Nichts davon muss ich.“ ist ein Satz, den es gut zu kauen lohnt. NICHTS da-von muss ICH. Er gefällt mir. Er reizt doch wieder das Nachdenken in mir. Vielleicht muss ich ja wirklich NICHTS davon. D.h.: Nichts in der Welt muss ich. Gar nichts. Hm…
    WER sagt das?

    Liebe Grüsse

    Barbara-Paraprem

  2. BONUSKOMMENTAR:
    Psst, in Wahrheit müssen Sie noch nicht mal Nichts müssen!
    😉

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