Mauerfall

Eine Mauer der Nichterwartung.
Sie wurde hoch gezogen in Jahrzehnten.
Die Erwartungen und Hoffnungen, auch Träume
Sie wurden immer mehr und mehr zurückgebaut.
Stattdessen wurden
immer mehr und mehr
Mauersteine der Nichterwartung
aufgemauert.
Eine Schutzmauer ,
die uns schützt
vor zu viel Gott.
Eine Mauer, die das Leben in gewohnte Bahnen lenkt,
ohne große Überraschungen,
ohne wirklich noch was zu erwarten.
Was soll man schon von Menschen erwarten?
Sie ändern sich nie, bleiben dieselben.
Was soll man schon von Gott erwarten?
So viele Enttäuschungen, so viele ausgebliebene Hoffnungen.
Ziehen wir uns lieber zurück
In unserer heimeliges Babylon.
Ziehen wir lieber eine Schutzmauer der Nichterwartung hoch
und leben wir lieber das Leben ohne große Erwartung.
Und so haben wir uns eine Mauer hochgezogen,
die uns abschirmt von Gott, vom Leben,
von unseren Mitmenschen,
aber auch von den eigenen Gefühlen und Wünschen.
Aber dann ist die Mauer gefallen, langsam zerbröselt im Lauf der Jahre oder mit einem Mal eingestürzt.
Durch Unvorhergesehes,
von Gott unterbrochen im Alltag.
Damit muss man
immer rechnen,
mit der Lebendigkeit des Lebens,
der Unberechenbarkeit Gottes,
dass er kommt,
ausgerechnet dann,
wenn wir so gar nicht damit mehr rechnen.

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