Krebs

Krebs
Es ist nicht die Ohnmacht der Medizin,
nicht der hilflose Arzt, der sich nicht eingestehen will, hilflos zu sein,
es ist auch nicht die Inhumanität einer Krebsbehandlung, die das Leben nur um ein paar Monate verlängert hat, auf Kosten der Lebensqualität,
nicht das ist es, was mich aufregt und aufwühlt.
Nein, das regt mich auf,
das wühlt mich auf:
Dass Menschen, Patienten und Angehörige,
nur um sich selbst kreisen,
nicht wahrnehmen, dass es eine Welt um sie herum gibt,
in der, größeres und schlimmeres Leid geschieht.
Medizinische Behandlung vom Feinsten,
auf Kosten anderer?
Privatbehandlung
und die anderen im Wartesaal?

Und auch das regt mich auf,
auch das wühlt mich auf:
Dass Menschen selbst in der schlimmsten Krankheit,
nicht an Gott denken,
nicht einmal in Gedanken als Notgebet sich an ihn wenden.
Sie denken nur an sich,
haben Gott als Kraftquelle gar nicht im Blick,
ganz zu schweigen von Seelsorgern und geistlichen Begleitern.

Und das habe ich wirklich nicht verstanden:
Wie kann man seinen Partner allein sterben lassen,
allein gelassen mit der Zugehfrau?
Kann es in den letzten Zügen
Noch irgendetwas anderes geben,
das wichtiger wäre, als da zu sein?

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