Einander die Lasten tragen

„Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.“

Galater 6,2

„Einer trage des anderen Last.“

Ein Satz in nichtreligöser Sprache,

und wenn man ihn dem Lutherdeutsch entkleidet,

ein ganz einfacher, verständlicher Satz,

was „christlich“ heißt:

Die Last des anderen tragen,

Einander helfen, die Lasten des Lebens erträglich zu machen.

Solidarisch sein,

einander zugewandt,

hilfsbereit: Ich bin für dich da.

„… so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.“

Religiös gedeutet: Wir helfen, weil Christus es zum Gesetz macht.

Aber eigentlich sind wir für den Mitmenschen da,

aus eigenem Antrieb,

weil es nötig ist,

weil es selbstverständlich ist.

Nichtreligiös gedeutet:

Wir tragen die Last des anderen,

weil wir Mitmenschen sind.

Eine religiöse Komponente:

Im Lastentragen erschließen sich uns Kräfte,

die über uns hinausgehen.

Manche sagen dazu: „Gott“.

Ich sage dazu:

Wenn wir Lasten einander tragen helfen,

geschieht „Gott“.

 

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