Gedankenspiel: Einmal angenommen, es gibt das, was wir „Gott“ nennen….

 Einmal angenommen,

es gibt das, was wir „Gott“ nennen,

und wir glauben an „Gott“,

dann werden wir immer noch staunen,

dass „Gott“ so ganz anders ist,

als wir uns „Gott“ dachten.

„Gott“ wird darüber lächeln,

wie kindisch wir „Gott“ dachten und uns vorstellten.

Vielleicht wird „Gott“ auch ärgerlich sein,

dass wir „Gott“ missbraucht und pervertiert haben.

„Gott“ wird in jedem Fall mehr als personhaft sein und

am Ende wird „Gott“ Liebe sein,

Liebe und nichts als Liebe.

 

Einmal angenommen,

es gibt das, was wir „Gott“ nennen,

und wir glauben nicht an „Gott“,

dann werden wir immer noch staunen,

dass „Gott“  auch uns von allen Seiten umfangen hat,

ohne dass wir davon wussten

und „Gott“ wird darüber lächeln,

wie kindisch wir „Gott“ als „Gott gibt es nicht“ dachten.

Vielleicht wird „Gott aber darüber ärgerlich sein,

dass wir „Gott“ so gar nicht dachten und lebten ohne „Gott“.

Vielleicht werden wir uns selber darüber ärgern über die verpassten Situationen,

„Gott“ als vermeintlich Gottlose zu begegnen.

Aber am Ende wird „Gott“ Liebe sein,

Liebe und nichts als Liebe.

 

Einmal angenommen,

es gibt das nicht, was wir „Gott“ nennen,

und wir glauben an „Gott“,

dann wird es kein verwundertes Erstaunen geben.

Wir könnten am Ende nicht einmal sagen:

Siehste,  die anderen, die nicht an „Gott“ glauben, haben recht gehabt,

wir haben uns getäuscht.

Am Ende wird „Nichts“ sein,

Nichts und nichts als Nichts.

 

Aber vorher hätten wir „Gott“-Glaubenden

wenigstens ein stückweit ein Leben auf „Gott“ – Komm heraus! gelebt,

ein Leben auf Liebe geeicht

und einem solchen auf Liebe geeichtes Leben

kann selbst der Tod nichts an Sinn nehmen.

So zu leben, zu lieben und geliebt zu werden,

hat sich in jedem Fall gelohnt,

selbst wenn danach das „Nichts“ kommt.

 

Einmal angenommen,

es gibt das nicht, was wir „Gott“ nennen,

und wir glauben nicht an „Gott“,

dann wird es auch da kein verwundertes Erstaunen geben.

Wir „Gott“-losen könnten am Ende nicht einmal sagen:

Siehste, wir haben recht gehabt,

es gibt nicht das, was die anderen „Gott“ nennen,

sie haben sich getäuscht

und wir haben recht gehabt

Am Ende wird „Nichts“ sein,

Nichts und nichts als Nichts.

Aber vorher hätten vielleicht die einen

ein Leben auf Teufel komm heraus gelebt,

ein Leben auf Kosten anderer

und keinen „Gott“ kümmert es.

 

In diesem Fall,

angenommen es gibt das nicht, was wir „Gott“ nennen

und angenommen, am Ende wartet das Nichts auf uns,

dann müssen wir „Gott“-Glaubenden

jetzt

hier und heute

protestieren:

Im Namen der Entrechteten dieser Erde protestieren wir „Gott“-Glaubende unser Leben lang

gegen einen „Gott“, der nicht da ist, wenn man „Gott“ braucht.

Im Namen derer, die wir geliebt haben,

protestieren wir  „Gott“- Glaubende gegen einen „Nicht-Gott“, den der Tod nicht kümmert.

Denn wenn es keinen „Gott“ dann gäbe,

müssten wir einen „Gott“ erfinden:

einen“ Gott der Liebe“,

der den Entrechteten dieser Welt aufhilft

und den Tod überwindet

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