Hoffnung stirbt nie – ein Gottesdienst für Konfis

Hoffnung stirbt nie Gottesdienst von und für Konfis am 4.7.21 in Trautskirchen am alten Sportplatz

Vorspiel

Begrüßung

Thema:  Hoffnung stirbt nie

Lied: 503  Geh aus mein Herz

Psalmlesung/gebet:  Hoffnungspsalm:

Einstieg:

Gott,

wir bereiten wir dir den Weg.

Was uns hindert zu lieben, zu hoffen, zu glauben, legen wir dir zu Füßen,

damit die Hoffnung in unser Leben einziehen kann.

Gemeinde:

Wir wissen nicht, wohin wir gehen, aber wir gehen nicht ohne unsere Hoffnung!

Konfi: Gott, du bist meine Hoffnung und stärkst mich mit deiner Liebe.

Deine Güte überdauert die Zeit, lässt mich leben. Deine Gnade umspannt das Weltall und führt mich aus der Enge. Und darum bist du meine Hoffnung.

Gemeinde:

Wir wissen nicht wohin wir gehen, aber wir gehen nicht ohne unsere Hoffnung!

Konfi: Gott, du bist unsere Hoffnung. Wenn wir in unserer Welt  stillstehen und auf der Stelle treten und nicht einen Schritt weiterkommen, dann nimmst du uns mit auf den Weg zu dem Ort, wo Gerechtigkeit und Frieden sich küssen in Traum und Wirklichkeit.  Und darum bist du unsere Hoffnung.

Gemeinde:

Wir wissen nicht, wohin wir gehen, aber wir gehen nicht ohne unsere Hoffnung!

Gott, du bist die Hoffnung für die Schwachen dieser Welt. Denn du gibst die Armen nie auf. Und du stehst auf Seiten derer, die nach Gerechtigkeit hungern und dürsten. Darum bist du die Hoffnung der Armen.

Gemeinde:

Wir wissen nicht, wohin wir gehen, aber wir gehen nicht ohne unsere Hoffnung!

Gott, du bist auch die Hoffnung hier in Trautskirchen. Denn du bist jetzt bei uns und gibst allen Mut, Kraft und Hoffnung, die sie brauchen. Du unsere Hoffnung!

Gemeinde:

Wir wissen nicht, wohin wir gehen, aber wir gehen nicht ohne unsere Hoffnung!

Amen

Lied: 272 Ich lobe meinen Gott

Eingangsgebet

Mein Gott, ich danke dir dafür, dass du uns jeden Tag aufs Neue Hoffnung gibst, mir Freude schenkst und immer für mich da bist. Du und Deine Bedingungslose Liebe!

Gibt uns Kraft all unsere Hoffnungen und Träume zu verwirklichen. Wir bitten dich, dass du uns jetzt die Augen öffnest füreinander und für dich. Amen

Wir hören die Lesung aus Lukas 5,1-11 

Die ersten Jünger – Hoffnung auf einen guten Fang

5 1 Einmal drängte sich die Volksmenge um Jesus

und wollte hören, wie er Gottes Wort verkündete.

Jesus stand am See Gennesaret.

2 Da sah er zwei Boote am Ufer liegen.

Die Fischer waren ausgestiegen und reinigten die Netze.

3 Jesus stieg in das Boot, das Simon gehörte.

Er bat Simon, ein Stück vom Ufer wegzufahren.

Dann setzte er sich

und lehrte die Leute vom Boot aus.

4 Als Jesus seine Rede beendet hatte,

sagte er zu Simon:

»Fahre hinaus in tieferes Wasser!

Dort sollt ihr eure Netze zum Fang auswerfen.«

5 Simon antwortete:

»Meister, wir haben die ganze Nacht hart gearbeitet

und nichts gefangen.

Aber weil du es sagst, will ich die Netze auswerfen.«

6 Simon und seine Leute warfen die Netze aus.

Sie fingen so viele Fische,

dass ihre Netze zu reißen drohten.

7 Sie winkten die Fischer im anderen Boot herbei.

Sie sollten kommen und ihnen helfen.

Zusammen beluden sie beide Boote,

bis sie fast untergingen.

8 Als Simon Petrus das sah, fiel er vor Jesus auf die Knie und sagte:

»Herr, geh fort von mir!

Ich bin ein Mensch, der voller Schuld ist!«

9 Denn er und die anderen, die dabei waren,

waren sehr erschrocken.

So riesig war der Fang, den sie gemacht hatten.

10 Jakobus und Johannes, den Söhnen des Zebedäus,

erging es ebenso.

Die beiden arbeiteten eng mit Simon zusammen.

Jesus sagte zu Simon:

»Hab keine Angst!

Von jetzt an wirst du ein Menschenfischer sein!«

11 Da zogen sie die Boote an Land,

ließen alles zurück und folgten ihm.

(Ende)

Glaubensbekenntnis der Konfis, im Frühjahr von ihnen selbst erstellt.

Ich glaube an den Schöpfer des Himmels und der Erde,

da wir ohne die Erde und den Himmel keinen Ort haben zu leben.

Ich glaube nicht daran, dass die Welt einfach so mit Leben darauf schon Erde wurde.

Ich glaube an die Auferstehung der Toten und das ewige Leben.

Würde es nicht die Auferstehung und das ewige Leben geben, hätte unser Leben keinen Sinn.

Ich glaube nicht, dass es nur das eine Leben im Hier und Jetzt gibt.

Ich glaube an den eingeborenen Sohn Gottes,

da er eine der wichtigsten Personen im Christentum ist.

Ich glaube jedoch nicht, dass es eine Jungfrauengeburt gibt.

Ich glaube an Gott, den Vater des Himmels,

weil ich an Gott glaube,

Wenn es nicht Gott gibt, dann werden keine Menschen auf der Erde sein.

Ich glaube an Jesus Christus, der uns das Reich Gottes nahe gebracht hat.

Jesus Christus hat uns das Reich Gottes erst gezeigt und in der Welt verbreitet.

Jesus hat uns das Reich Gottes nicht verschwiegen, sondern in die Welt hinausgetragen.

Ich glaube, dass Jesus wirklich wichtig ist.

Jesus bringt die Liebe Gottes in unser Herz.

Ohne Liebe siegt der Hass.

Bekennen wir miteinander unser altvertrautes Glaubensbekenntnis….

Lied: 171  Bewahre uns Gott

(Predigt) Gemeinschaftspredigt von Sophia Lulla und Manfred Lehnert

Ansprache: 

  1. Fischfang des Petrus  (Sophia Lulla)

Liebe Gemeinde

Die Fischer waren hoffnungslos. Sie hatten die ganze Nacht geschuftet und nichts war im Netz. Kein Fisch. Alles war umsonst. Nicht nur mega frustrierend, sondern auch Existenzbedrohend. Die Fischer waren schließlich lebensnotwendig vom Fang abhängig.

Und dann taucht da plötzlich jemand auf und sagt:

Fahre hinaus in tieferes Wasser!

Dort sollt ihr eure Netze zum Fang auswerfen.«

Ich denke, da waren große Zweifel bei den Fischern.

»Meister, wir haben die ganze Nacht hart gearbeitet

und nichts gefangen.

Aber weil du es sagst, will ich die Netze auswerfen.«

Aber erstaunlicherweise lassen sie sich auf den Vorschlag ein. Vielleicht mit vielen Zweifeln, aber sie haben Hoffnung geschöpft. Vielleicht ist es hier der letzte Strohhalm.

Und dann geschieht das Wunder: Ein Großer Fang, ein übervolles Boot. Wie überwältigt und hoffnungsfroh müssen sie gewesen sein. Scheinbar leer, scheinbar hoffnungslos war vorher die Situation und nun ist alles ganz anders.

Spannend find ich auch hier die Reaktion: Simon Petrus kniet sich vor Jesus und sagt:

Herr, geh fort von mir! Ich bin ein Mensch, der voller Schuld ist!«

Sie erkennen, dass dies wirklich ein Wunder ist und dass sie vorher gezweifelt haben. Jetzt ist aller Zweifel ausgeräumt. Sie erkennen, dass an Jesus viel mehr dran ist, als es im ersten Moment erscheint.

Jesus bewirkt hier nicht nur ein Wunder, er ruft die Fischer als Menschenfischer zu sich. Voller Hoffnung und Freude, beeindruckt gehen sie mit diesem Menschen, mit diesem Jesus mit.

Aber was heißt das eigentlich: Menschenfischer sein? Es bedeutet, dass die Fischer sich aufgemacht haben, mit Jesus mitgegangen sind, dass sie ihn unterstützt haben. Von ihm gelernt haben und irgendwann selbstständig raus gegangen sind und anderen Menschen von Gott, von Jesus zu erzählen, sie mitzunehmen in die gute Botschaft und die Liebe Gottes weiter zu geben.

Ähnlich wie damals sagt auch uns Jesus heute, Hab keine Angst! Von jetzt an wirst du ein Menschenfischer sein!« Ich kann mir vorstellen, dass da bei Ihnen, bei euch Befürchtungen da sind, was will jetzt Gott von mir eigentlich? Ich denke das heisst für jeden etwas anderes, nach seinen oder ihren Stärken. Für den einen heisst Pfarrer oder Diakonin werden, für den anderen heisst es zum Beispiel eine Evangelische Kindergruppe zu leiten oder für den, die anderen heisst es in der Arbeit dem Arbeitskollegen mal etwas gutes zu tun. Ich finde, dass macht weniger Angst, sondern mehr hoffnungsfroh: Dieser Gott will mich so, wie ich bin. Die Fischer damals hatten auch keine Ausbildung als Jünger, als Gemeindeleiter etc., sie sind mit ihren Aufgaben und Herausforderungen gewachsen.

Manfred Lehnert:

Überleitung: z.B. Auch die Konfis haben sich mit Hoffnung beschäftigt. Sie durften Kartons beschriften, leerer Karton, was schreibt man da drauf, …

2.  Hoffnungsbausteine  Kartons Manfred

Kartons sind auf  zwei gegensätzlichen Seiten beschriftet: 

Was uns Hoffnung macht

und was uns fehlt, wenn keine Hoffnung da ist

Verschiedene Bausteine vorlesen

Furchtbar wäre, wenn wir nur noch Hoffnungsloses sehen, wenn wir nur noch schwarz sehen

Rosarot wäre, wenn wir nur alles schön sehen und schönreden.

Es gibt nicht nur Schönes im Leben

Und es gibt nicht nur Hoffnungsloses im Leben

So wie bei Petrus als Fischer:

Er macht die Erfahrung leerer Netze, vergebliche Mühe, alles für die Katz

Und er macht die Erfahrung voller Netze, großer Fang

Schauen wir uns nun die vielen Kartons an.

Bausteine zu einer Mauer aufbauen lassen

Einzelne „hoffnungslose Steine“ sind ummauert von Steinen mit Hoffnung.

Manche“ Steine ohne Hoffnung“ können auch im Lauf der Zeit umgedreht werden.

Unsere Gesellschaft wird getragen von denen, die Hoffnung haben

Die Hoffnungslosen werden ertragen und ausgehalten von denen, die Hoffnung haben.

3 .Teil der Ansprache  Saattüten Manfred Lehnert

Leere unbeschriftete Saattüten werden herumgegeben, Stifte bereitgehalten

Der Mensch neben dir ist dein Mitmensch. Gib deinem Mitmenschen eine von dir beschriftete Saattüte.

Welche Hoffnung gibst du deinem Mitmenschen
            mit auf den Weg?

Z.B. Ich hoffe für dich, dass du gesund bleibst,

deine Schule schaffst,

keine Sorgen auf der Arbeit hast….

            Wir säen auf Hoffnung.

            Vielleicht könnt ihr euch später erzählen, was aus

            euren Hoffnungen geworden ist, ob etwas

von diesem Saatgut aufgegangen ist.

Saattüten an Gottesdienstbesucher werden im offenen Korb verteilt. Auf den Saattüten steht, was wir Menschen zur Zeit uns erhoffen.

Lied: 170  Komm Herr, segne uns

Abkündigungen

Fürbitten mit Vater unser

Lieber Gott wir bitten dich, für Menschen, die Hilfe brauchen, lasse sie die passenden Worte finden und das Rechte tun, damit sie nie ihre Hoffnung verlieren. Wir beten für alle, die für eine bessere, gerechtere und eine friedlichere Welt eintreten, dass sie mit ihrem Einsatz etwas bewirken und dass ihre Träume und Visionen wahr werden; wir beten für uns alle, dass wir uns nicht verstecken, sondern uns trauen uns zu zeigen, wir bitten dich, steh uns bei, wenn wir eigenem und fremdem leid begegnen, und hilf uns, dieses Leid zu überwinden  (Gebet wird noch aktualisiert)

In der Stille beten wir für Freunde, Familie und alle die Hilfe benötigen. ….

Gemeinsam beten wir und stehen dazu auf

Vater unser im Himmel

Geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Segen

Gott, dein Segen schenkt uns Hoffnung und Mut, wenn wir in Not sind. Er gibt uns neue Kraft bei Trägheit und Müdigkeit. Er gibt uns Weisheit für Wichtige Entscheidungen für unser Leben. Er tröstet uns in unserer Not und lässt um Jesu Willen Hoffnung aufkommen. Der Herr segne dich und behüte dich Der Herr lasse leuchten sein Angesicht über dir, und sei dir gnädig, der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und schenke dir seinen Frieden. Amen

Schlusslied  331 Großer Gott wir loben

Nachspiel

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