Archiv der Kategorie: Alles mögliche

Geschenk des Himmels

                                                Manche Menschen wissen nicht,

                                                       wie wichtig es ist,

                                                    dass sie einfach da sind.

                                                Manche Menschen wissen nicht,

                                                        wie gut es tut,

                                                       sie nur zu sehen.

                                                Manche Menschen wissen nicht,

                                                         wie tröstlich

                                                    ihr gütiges Lächeln wirkt.

                                                Manche Menschen wissen nicht,

                                                        wie wohltuend

                                                         ihre Nähe ist.

                                                Manche Menschen wissen nicht,

                                            dass sie ein Geschenk des Himmels sind.

                                                       Sie wüssten es,

                                                   würden wir es ihnen sagen.

                                                          Paul Celan

Schenke denen, die dich nicht schätzen, deine Abwesenheit!

Schenke Menschen, die deine Anwesenheit nicht schätzen,

deine Abwesenheit.

Warum setzt du dich der Gegenwart von Menschen aus, die dich klein und unwichtig machen?

Warum tust du dir diese Menschen an?

Du brauchst diese Menschen nicht.

Du hast die Freiheit, dich von diesen Menschen, die dich klein machen, zu verabschieden.

In deiner Welt gibt es noch mehr als genug Menschen, die dich wirklich schätzen.

Mehr als du denkst,

gibt es Menschen, die dich so annehmen wie du bist

und sich darüber freuen, dass es dich gibt.

Schenke den Menschen, die deine Anwesenheit nicht schätzen, ruhig deine Abwesenheit.

Sie werden dich nicht vermissen

und du sie auch nicht.

Vom Glück der Hoffnung auf Glück Erich Fried (1921-1988)

Bevor ich sterbe

Noch einmal sprechen

von der Wärme des Lebens

damit doch einige wissen:

Es ist nicht warm

aber es könnte warm sein

Bevor ich sterbe

noch einmal sprechen

von Liebe

damit doch einige sagen:

Das gab es

das muss es geben

Noch einmal sprechen

vom Glück der Hoffnung auf Glück

damit doch einige fragen:

Was war das

wann kommt es wieder?

Erich Fried (1921-1988)

Geschützt: Wut

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Den Dingen auf den Grund gehen

Letzte Dinge

Letzten Dingen auf den Grund gehen

Woher ich komme,

wohin ich gehe,

welchen Sinn mein Leben hat

woher wohin wozu

Lebensfragen auf den Grund gehen.

In die Tiefe des Seins tauchen

So tauche ich in die Tiefe des Seins mit meinen Fragen:

„Woher ich komme?“

Ich bin kein Produkt des  Zufalls.

Nichts geschieht ohne Hintersinn

Auch mich hat eine höhere Macht gewollt

Und ins Leben gerufen.

Ich kann diese höhere Macht „Gott“ nennen oder „Universum“  oder was weiß ich.

Ich komme aus höheren Kreisen,

bin mehr als Fleisch und  Blut, Genen und Materie.

Und wenn ich sterbe,

kehre ich dahin zurück, woher ich gekommen bin.

Solange ich lebe, wird mich die Frage nach dem Wozu meines Daseins beschäftigen.

Ja,

ich habe eine Mission,

eine Berufung,

die ich immer wieder neu für mich entdecken darf.

Es ist genug!

„Es ist genug!“

Dieser Satz begleitet mich seit Jahren, als er mir während eines Bibliodramas ins Auge fiel.

Seitdem lässt er mich nicht mehr los. Es ist genug!

Immer mehr und immer mehr Ansprüche ans Leben stellen?  –

Es ist genug!

Wir werden befreiter leben und anderen bleibt mehr vom Leben.

Immer  mehr und immer mehr Worte verbreiten?

Es ist genug!

Weniger Worte machen, einfach mal auch schweigen,-

Wir werden ruhiger, gelassener

Und andere kommen zu Wort.

Es ist genug!

Immer ungeduldiger werden, immer alles sofort haben wollen?

Es ist genug!

Wir können geduldiger sein.

Wir können entspannter leben

und andere können aufatmen.

Es ist genug, sagt uns Gott, lass es gut sein,

du musst nicht immer mehr haben wollen,

du musst nicht über deine Kräfte und Möglichkeiten leben,

du musst nicht am Leben vorbei leben.

Sei einfach du selbst, und es ist genug!

Weniger Ansprüche ans Leben stellen

Weniger Ansprüche ans Leben stellen –

Wir würden befreiter leben

Und anderen bliebe mehr: ein Weg zum Leben.

Weniger Worte machen –

Wir würden ruhiger

Und andere kämen zu Wort: ein Weg zum Leben.

Weniger ungeduldig sein –

Wir würden entspannter leben

Und andere könnten aufatmen: ein Weg zum Leben.

Weniger wollen,

mehr schweigen,

geduldiger sein –

Uns täte es allen gut.

Lasst uns darum stille sein

und schweigen,

Lasst uns Gott in der Stille wahrnehmen,

wenn unsere Ansprüche verstummen,

wenn unserer Worte endlich ein Ende

und unserer Ungeduld zur Geduld wird.

Ich atme ein, ich atme aus.

Ich halte für einen Moment die Luft ein.

Ich atme ein, ich atme aus.

Gott mache mich frei,

immer mehr zu wollen,

über meine Kräfte und Möglichkeiten zu leben,

am Leben vorbei zu leben.

Lass mich einfach sein.

Gott findet Sünde Scheiße

Gott findet Sünde genauso Scheiße wie wir.

So findet es Gott genauso Scheiße, wenn wir hartherzig und erbarmungslos miteinander umgehen.

Sünde ist Scheiße.

Und Scheiße ist es, wenn Menschen einander mit Dauerkritik überziehen.

Sünde ist Scheiße.

Und Scheiße ist es, wenn wir über andere herziehen, hinter ihrem Rücken sie und die Gemeinde schlecht machen.

Warum ist das Scheiße? Weil es spaltet zwischen denen, die Recht haben und denen die nicht recht haben.

Sünde ist Scheiße.

Und Scheiße ist es,  wenn Worte ausgesprochen werden, die, einmal ausgesprochen nicht zurückgeholt werden können. Worte vernichten, spalten, zerstören. Worte grenzen aus und verletzen.

Schluss mit der Scheiße!

Gebet am Sonntag nach Ostern

Lebendiger Gott,

wir bitten dich in dieser Osterzeit,

dem zweiten Ostern,

das so sehr durch die Pandemie gezeichnet ist,

für alle, die bei uns nicht mehr ein und aus wissen

Sie ärgern sich nur noch über die vielen Schwierigkeiten

auf dem Weg der Pandemiebekämpfung,

Sie sind wütend oder boykottieren bewusst alle Regeln.

Schenke diesen Menschen und auch uns einen Grund zur Hoffnung und zur Freunde.

Lass uns deinen Ruf ins Leben jetzt selbst hören

und dann als Osterlachen in die gelähmte Welt tragen,

damit auch die Verzagten und Verbitterten,

aber auch die Kranken und Sterbenden Hoffnung schöpfen

auf ein neues, ein besseres Leben.

Lebendiger Gott,

diese Krankheit  bringt mit sich  soviele dramatischen Folgen,

in so vielen Ländern weltweit,

weit mehr als bei uns.

Durch diese Krankheit wissen Millionen Menschen nicht mehr,

wovon sie leben können.

Sie haben alles verloren ,

durch Behandlungskosten,

die sie nicht bezahlen konnten.

Ihnen fehlen die wenigen aber überlebenswichtigen Einnahmen

und kein Sozialsystem fängt sie auf.

Erbarme dich dieser Menschen in ihrer Verzweiflung

und gib ihnen ihr tägliches Brot  wie auch wir es bekommen zu unserer Zeit.

 Lebendiger Gott,

Wir bitten dich schließlich um Gerechtigkeit

bei der Verteilung des hohen Gutes der Impfungen,

wo wieder so viele arme Länder das Nachsehen haben,

obwohl es immer mehr Material gibt;

rühre das Gewissen aller,

die darüber zu entscheiden haben,

damit sie nicht stur und ungerührt den eigenen Vorteil suchen,

sondern erkennen,

dass wir nur gemeinsam dieser Bedrohung begegnen können,

wie so vielen anderen Bedrohungen auch.

Gott des Lebens,

lass deinen österlichen Geist der Hoffnung bei uns einziehen wie den neuen Tag,

den du selbst uns schaffst, jeden Morgen neu, auf deiner ganzen Erde.

Amen

Das Ende der Volkskirche und der Anfang eines neuen Was- auch -immer!

Machen wir uns nichts vor.

Unsere Kirchen und Gemeinden  werden kleiner und kleiner werden.

Kirchengemeinden werden zusammengelegt.

Pfarrer und Pfarrhäuser halbiert.

Die Zahl der Kirchenaustritte wird nicht abnehmen

aller kirchlichen Selbstbeschäftigungsprogrammen zum Trotz.

Die Volkskirche, so wie wir sie kennen, ist am Ende.

Wie können wir Kirche für das Volk sein,

wenn das Volk sich nicht mehr für die Kirche interessiert, geschweige denn für Gott?

Wie können wir Kirche für das Volk sein,

wenn die Menschen fehlen und noch mehr in Zukunft fehlen werden?

Kirche als Amtskirche hat sich in 15 Jahren spätestens überlebt.

In 15 Jahren, wenn sich alles halbiert ist,

werden sich auch die obrigkeitshörigen Strukturen bei den Kirchen überlebt haben

und Kirche wird sich nicht mehr von Kirchensteuer finanzieren können.

Was weg muss und sich überlebt hat, muss weg.

Was Ballast geworden ist, ebenso.

Am Ende bleiben kleine Gemeinden ohne Amt und Würden.

Diese kleinen Gemeinden vor Ort haben durchaus Chancen.

Wir können, wenn wir wollen,

in unseren realexistierenden Gemeinden

jetzt schon

geschwisterlicher leben.

In einer Gesellschaft mit Ellenbogen und erkaltender Liebe können wir unser Christsein vor Ort leuchten lassen.

Eine Kirchengemeinde,

in der Geschwisterlichkeit, Respekt und Wertschätzung gelebt wird,

kann vor Ort signalisieren,

dass es auch anders geht.

Und es geht auch anders:

Wo das freundliche Wort, das Mitgefühl, die Geschwisterlichkeit regieren

können sich Gleichgültigkeit und Hass und Egoismus am Ende nicht durchsetzen.

Die Menschen vor Ort sehen so etwas,

Und unsere kleinen Kirchengemeinden

sind auf einmal kleine Lichter ,

die den Menschen zeigen,

so geht Christsein,

so geht Liebe!