Beobachtungen eines Außenstehenden

Brüderlich, geschwisterlich sein,
ist ein bisschen mehr als ihr lebt,
Brüderlich-geschwisterliche Liebe ist mehr als nur die zu lieben, die ihr sowieso liebt.
Ihr liebt die, die auf eurer frommen Wellenlänge liegen,
ihr liebt sie sogar mehr als die anderen.
Und überseht dabei, buchstäblich,
den, der nicht mehr so ganz auf eurer Linie liegt,
gebt ihm zum Teil nicht mal die Hand noch sprecht mit ihm.

Freunde Jesu wollt ihr sein.
Aber die Freundschaft Jesu übersteigt euer Denk- und Glaubensvermögen.

Ist nicht Jesus der Freund aller Menschen,
heißt geschwisterliche Liebe im Namen Jesu nicht auch,
auch den Andersdenkenden, Andersglaubenden zu respektieren, zu lieben,
vom der Feindesliebe ganz zu schweigen?
Ist nicht Jesus auch ein Gegenüber aller Menschen,
er spricht mit Frauen und Männern,
lässt sich auf Ausländer und Andersglaubende im Gespräch ein,
überwindet bis zum letzten Atemzug Grenzen?

Ach, mein Gott,
unsere Fähigkeit zur Liebe ist verglichen damit
nur ein Hinterherhinken,
unsere gelebten Freundschaften sind voller Egoismus und Berechnung, was sie uns bringen,
unsere angebliche Feindesliebe
ist voll von gut gehegten und gepflegten Vorurteilen.
Erzählt mir also als Außenstehenden und Andersdenkenden
nichts von Bruderliebe und Geschwisterliebe.
Lebt sie.

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